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PISA-Schock: Wer kümmert sich um die Kinder, wenn Schule im Papierkram versinkt?

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Nils Littmann08. September 2026
8 Min. Lesezeit
PISA-Schock: Wer kümmert sich um die Kinder, wenn Schule im Papierkram versinkt?

PISA 2025: Weniger Verwaltung, mehr Zeit für Kinder

Ein Kind braucht eine zweite Erklärung. Eine Lehrerin möchte die Aufgaben für morgen an unterschiedliche Lernstände anpassen. Ein Jahrgangsteam müsste besprechen, warum mehrere Kinder beim Lesen kaum vorankommen. Gleichzeitig warten Krankmeldungen, Listen und organisatorische Rückfragen.

Wer über bessere Bildung spricht, muss auch darüber sprechen, wie Schulen Zeit für diese pädagogische Arbeit gewinnen können.

Die am 8. September 2026 veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 zeigen für Deutschland erneut die bisher niedrigsten Punktwerte in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Das deutsche Forschungsteam beschreibt einen längerfristigen Abwärtstrend. Quelle: TUM/ZIB, aktuelle Ergebnismitteilung

Unsere Schlussfolgerung bei schoolboost: Die Entlastung des Kollegiums gehört auf die Agenda der Schulentwicklung. Weniger doppelte Dokumentation und verlässlichere Abläufe können Freiräume schaffen, die Schulen für Unterricht, individuelle Förderung sowie Vor- und Nachbereitung nutzen können. Eine App allein verbessert keine PISA-Ergebnisse. Sie kann aber dabei helfen, bessere Arbeitsbedingungen für die Menschen zu schaffen, die Kinder beim Lernen begleiten.

PISA-Studie 2025: Was ist neu?

PISA untersucht, wie gut 15-Jährige Wissen beim Lösen alltagsnaher Aufgaben anwenden können. Die Bezeichnung „PISA 2025“ bezieht sich auf das Erhebungsjahr; die ersten Ergebnisse erscheinen 2026. Diesmal bilden die Naturwissenschaften den Schwerpunkt, Lesen und Mathematik werden ergänzend untersucht. Neu hinzugekommen sind „Lernen in der digitalen Welt“ sowie eine optionale Untersuchung der Fremdsprachenkompetenz. Quelle: OECD, PISA-Überblick

Der deutsche Bericht enthält bereits Ergebnisse zum modellbasierten Problemlösen, einem Teilbereich des Lernens in der digitalen Welt. Dabei erreicht Deutschland mit 498 Punkten das OECD-Durchschnittsniveau. Die Englisch-Ergebnisse werden separat im Jahr 2027 veröffentlicht. Quelle: Nationaler PISA-2025-Bericht, Kapitel zur Anlage der Studie und zum modellbasierten Problemlösen

Die Ergebnisse für Deutschland im Vergleich

KompetenzbereichPISA 2022PISA 2025Veränderung
Mathematik475 Punkte464 Punkte−11 Punkte
Lesen480 Punkte465 Punkte−15 Punkte
Naturwissenschaften492 Punkte486 Punkte−6 Punkte

Die Einordnung ist entscheidend: Der Unterschied in Naturwissenschaften gegenüber 2022 ist statistisch nicht bedeutsam. Ein niedrigerer Punktwert allein belegt hier also keinen gesicherten erneuten Rückgang. In Mathematik und Lesen sind die Leistungen dagegen erneut gesunken. Insgesamt liegen die deutschen Ergebnisse in allen drei Bereichen im Bereich des OECD-Durchschnitts. Quelle: Deutsches Schulportal, Ergebnisüberblick vom 8. September 2026

Viele Jugendliche verfehlen das grundlegende Kompetenzniveau

34 Prozent erreichen in Mathematik nicht die Kompetenzstufe 2, im Lesen sind es 32 Prozent, in Naturwissenschaften 27 Prozent. Das bedeutet erhebliche Schwierigkeiten bei grundlegenden Anforderungen; es bedeutet nicht, dass diese Jugendlichen überhaupt nicht lesen oder rechnen können. Quelle: Deutsches Schulportal, Kompetenzstufen und Ergebnisse

Rund ein Fünftel verfehlt das grundlegende Niveau sogar in allen drei Bereichen. Gleichzeitig ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und naturwissenschaftlicher Kompetenz in Deutschland besonders stark. Das Forschungsteam empfiehlt deshalb frühzeitige Förderung, eine datenbasierte Begleitung der Lernentwicklung und zusätzliche Unterstützung für Schulen mit hohem Bedarf. Quelle: TUM/ZIB, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Auch die Leistungsspitze verdient Aufmerksamkeit: In allen drei klassischen Kompetenzbereichen liegt der Anteil auf den höchsten Stufen inzwischen unter zehn Prozent. Die Herausforderung betrifft damit sowohl die Sicherung von Grundlagen als auch die Förderung besonderer Stärken. Quelle: ZIB, PISA Kompakt Spezial, September 2026

Was die Ergebnisse für Grundschulen bedeuten

PISA testet 15-Jährige und bewertet damit nicht unmittelbar die Arbeit heutiger Grundschulen. Für die Praxis stellt sich trotzdem eine frühe Aufgabe: Kindern tragfähige Grundlagen im Lesen, in der Sprache und im mathematischen Denken zu vermitteln und auf Schwierigkeiten rechtzeitig zu reagieren.

Aus unserer Sicht braucht das vor allem verlässlich verfügbare pädagogische Aufmerksamkeit: Zeit, um ein Kind beim Lesen zu beobachten, Fehler genauer anzuschauen, passende Aufgaben vorzubereiten und mit Eltern nächste Schritte zu besprechen. Zusätzliche Förderangebote müssen außerdem im Kollegium und gegebenenfalls mit dem Ganztag abgestimmt werden.

Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Organisation hinter dem Unterricht. Jeder Ablauf, den eine Schule dauerhaft vereinfachen kann, verringert vermeidbare Arbeit im Alltag.

Zeitmangel erschwert, Erkenntnisse in die Praxis zu bringen

Diese Verbindung ist mehr als eine Überlegung aus der Softwareentwicklung. Das ZIB veröffentlichte im Mai 2026 eine qualitative Befragung von 50 Schulleitungen zur Nutzung von Forschungsergebnissen. Zeit wurde darin als wichtigste fehlende Ressource für die praktische Nutzung von PISA-Erkenntnissen benannt. Hinzu kamen Personalmangel und fehlende Unterstützung bei der Umsetzung. Die Befragung liefert Einblicke in Erfahrungen dieser Schulleitungen, keine repräsentative Prozentangabe für alle Schulen. Quelle: ZIB, PISA Kompakt zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Auch die internationale Lehrkräftebefragung TALIS 2024 zeigt die Belastung durch Verwaltung: Im OECD-Durchschnitt berichteten 52 Prozent der Lehrkräfte der Sekundarstufe I, dass zu viel Verwaltungsarbeit sie ziemlich oder stark belastet. Das ist ein internationaler Vergleichswert und keine speziell für deutsche Grundschulen erhobene Zahl. Quelle: OECD, TALIS 2024 – The demands of teaching

Für Schulleitungen ergibt sich daraus eine praktische Frage: Welche organisatorischen Aufgaben lassen sich vereinfachen, damit pädagogische Vorhaben im Alltag Platz bekommen?

Wie schoolboost Lehrkräfte im Schulalltag entlasten kann

schoolboost verbindet unter anderem Krankmeldungen, digitales Klassenbuch und Elternkommunikation. Der mögliche Beitrag zur Schulentwicklung liegt in kürzeren Abläufen und weniger Mehrfacharbeit. Die folgenden Beispiele beschreiben Funktionen und plausible Nutzungsmöglichkeiten; sie sind kein Nachweis einer Wirkung auf Lernergebnisse.

1. Krankmeldungen einmal erfassen und weiterverwenden

Wenn Eltern morgens anrufen, eine E-Mail schicken und zusätzlich einen Zettel mitgeben, müssen Informationen gesammelt, zugeordnet und weitergetragen werden. In schoolboost können Eltern ihr Kind digital krankmelden. Die Meldung wird in Klassenbuch und Krankenliste übernommen. Mehr zur digitalen Krankmeldung

Das kann Telefonate, Übertragungen und Rückfragen reduzieren. Für das Kollegium bedeutet ein klarer Ablauf auch: weniger organisatorische Unterbrechungen vor dem Unterricht. Eine übersichtliche Dokumentation kann zudem Gespräche über wiederholte Fehlzeiten unterstützen. Die Ursachen zu klären und passende Hilfe zu organisieren bleibt eine pädagogische Aufgabe.

2. Unterricht dokumentieren und Übergaben erleichtern

Im digitalen Klassenbuch lassen sich Unterrichtsinhalte, Hausaufgaben und Anwesenheit zentral festhalten. Berechtigte Kolleginnen und Kollegen können auf die Dokumentation zugreifen. Mehr zum digitalen Klassenbuch

Ein mögliches Alltagsszenario: Eine Vertretungslehrkraft sieht, welche Inhalte bereits behandelt wurden, und kann ihre Vorbereitung daran ausrichten. Die Klassenleitung muss weniger Informationen einzeln weitergeben. Eine gemeinsame Dokumentation erleichtert so die Abstimmung und schafft eine Grundlage für die Nachbereitung.

3. Elternkommunikation verbindlich organisieren

schoolboost bietet Nachrichten, Lesebestätigungen und Übersetzungen sowie eine digitale Terminbuchung für Elternsprechtage. Überblick über die Kommunikationsfunktionen

Gut vereinbarte Kommunikationswege können das Nachhalten von Informationen und die Terminabstimmung vereinfachen. Die gewonnene Zeit lässt sich beispielsweise für ein ausführlicheres Gespräch über die Lernentwicklung nutzen. Übersetzungen können den Zugang zu Informationen erleichtern; bei sensiblen oder komplexen Anliegen bleibt das persönliche Gespräch wichtig.

Damit Kommunikation tatsächlich entlastet, sollte die Schule außerdem Antwortzeiten und Zuständigkeiten festlegen. Familien, die digital schwer erreichbar sind, brauchen einen verlässlichen ergänzenden Kontaktweg.

Aus eingesparter Verwaltungszeit muss nutzbare Zeit werden

Ein Softwarezugang allein verändert noch keinen Ablauf. Der Nutzen entsteht, wenn die Schule gemeinsam festlegt, wo Informationen erfasst werden, wer sie bearbeitet und welche bisherige Doppelarbeit dadurch entfällt.

Ein sinnvoller Einstieg ist ein einzelner, häufig wiederkehrender Prozess, etwa die Krankmeldung:

  1. Ausgangslage erfassen: Wie viele Übertragungen und Rückfragen entstehen? Wie viel Zeit benötigen Sekretariat und Kollegium ungefähr dafür?
  2. Ablauf vereinbaren: Wer meldet, wer prüft, wer benötigt Zugriff? Wie werden telefonische Meldungen ergänzt?
  3. Das Team einarbeiten: Eine kurze gemeinsame Einführung und eine feste Ansprechperson erleichtern den Start.
  4. Entlastung prüfen: Nach einigen Wochen gemeinsam bewerten, welche Arbeit tatsächlich entfällt und wo noch Reibung entsteht.
  5. Freiräume schützen: Gewonnene Zeit bewusst für Vorbereitung, Rückmeldungen oder pädagogische Abstimmung einplanen.

Nicht jede eingesparte Minute lässt sich in eine zusätzliche Förderstunde umwandeln. Auch weniger Zeitdruck bei der Unterrichtsvorbereitung oder ein ruhigerer Arbeitsabschluss können wertvolle Entlastung sein. Entscheidend ist, dass die Vereinfachung bei den Menschen ankommt.

Bessere Prozesse als Baustein guter Schule

Die PISA-Ergebnisse machen deutlich, wie dringend Kinder und Jugendliche verlässliche Unterstützung beim Lernen brauchen. Dafür sind qualifizierte Lehrkräfte, wirksamer Unterricht, frühe Förderung und eine bedarfsgerechte Ausstattung unverzichtbar.

Unser Ansatz bei schoolboost setzt bei den täglichen Arbeitsbedingungen an: Verwaltung vereinfachen, Abstimmung erleichtern und dem Kollegium Freiräume zurückgeben. Werden diese Freiräume für Vorbereitung, Nachbereitung und individuelle Begleitung genutzt, können bessere Prozesse die pädagogische Arbeit unterstützen. Eine direkte Verbesserung von PISA-Ergebnissen durch schoolboost ist durch die hier ausgewerteten Quellen nicht belegt.

Für Ihre Schule kann der erste Schritt trotzdem sehr konkret sein: einen Ablauf auswählen, der heute unnötig Zeit kostet, und ihn gemeinsam einfacher machen.

Sie möchten wissen, wo Ihre Schule beginnen kann? Lernen Sie schoolboost kennen und besprechen Sie mit uns, welche Abläufe Ihr Kollegium spürbar entlasten könnten.


Recherche- und Redaktionsstand: 8. September 2026. Die Quellen sind direkt bei den jeweiligen Aussagen verlinkt. Studienbefunde, Produktfunktionen und die daraus abgeleiteten praktischen Empfehlungen sind im Text getrennt eingeordnet.

Nils Littmann

  • Veröffentlicht: 08. September 2026
  • Lesezeit: 8 Min. Lesezeit

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